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Carsten Brückner ist verstorben

Unser langjähriges Vorstandsmitglied und guter Freund Carsten Brückner ist überraschend am 19.09.2017 verstorben.
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Carsten Brückner ist verstorben

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03.05.2010 – Jetzt erst recht: AfW ruft weiter zur Unterschriftenaktion gegen BMF-Pläne auf

Mit seinem aktuellen Gesetzesentwurf plant das
Bundesfinanzministerium den Vertrieb geschlossener Fonds nur noch
unter einem Haftungsdach zu ermöglichen. Der AfW lehnt dies
weiterhin ab und verweist auf den Koalitionsvertrag, der den
Wettbewerb der Vertriebsformen erhalten und weniger Bürokratie
bedeuten würde.

Der AfW unterstützt das Vorhaben der Bundesregierung, die
Finanzberatung zu regulieren und den Verbraucherschutz zu
verbessern. So hatte der AfW auch den Koalitionsvertrag vom Herbst
2009 begrüßt. Die Regierungsparteien legten darin fest, die
„Anforderung an Berater und Vermittler … in Anlehnung an das
Versicherungsvermittlergesetz [zu] vereinheitlichen“.

„Wenn geschlossene Fonds als Finanzinstrumente eingestuft werden,
sind sie nur noch unter einem Haftungsdach zu vertreiben. Das hat
mit einer gewerberechtlichen Regulierung wie bei Versicherungen
nichts mehr zu tun.“ konstatiert AfW – Politikvorstand Frank
Rottenbacher. „Wenn der Gesetzgeber Privatanleger vor
Falschberatung schützen möchte, dann möge er es nicht mit den
Regularien versuchen, die schon bei den Banken versagt haben.“ so
Rottenbacher weiter.

Geschlossene Fonds stellen eine wichtige Assetklasse für
Privatanleger dar. Die Beratung und der Vertrieb solcher
Beteiligungen muss weiterhin über unabhängige Berater/Vermittler
möglich sein. Sollten die Pläne des Bundesfinanzministeriums
umgesetzt werden, müssten sich bislang unabhängige Vermittler
einem Haftungsdach anschließen, das ihnen die Produkte vorgibt,
oder selbst ein Finanzdienstleistungsinstitut gründen und betreiben.

Letzteres ist aber für Einzelunternehmer oder kleinere Vertriebe allein
aus Bürokratie- und Kostengründung schlicht unmöglich. „Wir fordern
einen fairen Wettbewerb der Vertriebsformen. Der Vertrieb durch
unabhängige Berater muss als Gegengewicht zum Bankenvertrieb
erhalten bleiben. Das wäre gelebter Verbraucherschutz.“ fordert
Rottenbacher.

Der Gesetzentwurf sieht weiter vor, dass u. a. Berater inklusive ihrer
Qualifikation der BaFin zu melden sind. Auch hier wäre aus Sicht des
AfW eine an das Versicherungsvermittlerrecht angelehnte
Regulierung sinnvoller. „Keiner braucht zwei verschiedene Register.“
bringt es Rottenbacher auf den Punkt. „Wir benötigen eine
einheitliche Regulierung, ein einziges Register, einheitliche
Anforderungen an Zuverlässigkeit, VSH sowie Qualifikation und nicht
erneut einen Regulierungsflickenteppich mit multiplen Zuständigkeiten
und zahllosen Meldeempfängern. Das würde dem Vermittler und
Verbraucher gleichermaßen schaden“, so Rottenbacher weiter.

Der AfW wird sich weiter im Rahmen des Gesetzgebungsverfahrens
aktiv dafür einsetzen, dass sich der Berufszugang zur
Kapitalanlagevermittlung/-beratung an den Regeln für die
Versicherungsvermittlung sowie die Berufsausübung der
Kapitalanlagevermittlung/-beratung am WpHG orientieren soll.

Er fordert die gesamte Branche daher erneut auf, sich an der
Unterschriftenaktion gegen den Diskussionsentwurf aus dem BMF zu
beteiligen. Das Formular kann unter www.afw-verband.de
heruntergeladen werden. „Fordern Sie alle Kollegen und auch Ihre
Kunden zur Teilnahme auf und engagieren Sie sich für Ihre
Unabhängigkeit. Setzen wir der Politik endlich mal ein deutliches
Zeichen!“ ermuntert Rottenbacher.

AfW – Bundesverband Finanzdienstleistung e.V.

Der Berufsverband unabhängiger Finanzdienstleister. Circa 30.000 Versicherungs- und Kapitalanlagevermittler werden durch seine rund 1.800 Mitgliedsunternehmen repräsentiert. Der AfW ist gefragter Gesprächspartner der Politik im gesamten Bereich der Finanzdienstleistung. Sein Engagement ist Garant dafür, dass die Interessen der unabhängigen Finanzdienstleister in Politik, Wirtschaft und Presse wahrgenommen und berücksichtigt werden.