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Vermittler wählen mehrheitlich schwarz/gelb

Eine erste Zwischenauswertung des aktuell noch laufenden 10. Vermittlerbarometers des Bundesverband Finanzdienstleistung AfW...
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Vermittler wählen mehrheitlich schwarz/gelb

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23.05.2011 – AVAD ja – aber anders!

AfW: Änderung des AVAD-Verfahrens wird von überwältigender Mehrheit der Vermittler
gefordert

In seinem vierten „Vermittlerbarometer“ – der jährlichen Umfrage unter Finanzdienstleistern – hatte
der AfW auch nach dem Verhältnis der Vermittler zum AVAD-Verfahren gefragt. Teilgenommen
haben in diesem Jahr an der Umfrage bisher ca. 600 Vermittler, von denen ca. 2/3 Mitglied im AfW
sind. Neben vielen anderen Fragen und Ergebnissen, wurde erstmals auch das Thema AVAD angesprochen.

Die Auskunftsstelle über Versicherungs-/Bausparkassenaußendienst und Versicherungsmakler in
Deutschland, kurz AVAD, ist eine der Schufa vergleichbare Institution. Die AVAD dient den beteiligten
Versicherungsunternehmen dazu, Informationen über Versicherungsvermittler auszutauschen.
Dies betrifft die Aufnahme oder Beendigung der Zusammenarbeit von Unternehmen mit
einem Vermittler wie auch Probleme bei Provisionen, Storno oder Straftaten.

Gefragt, ob sie das AVAD-Verfahren grundsätzlich für sinnvoll halten, antwortete eine Mehrheit der
befragten Vermittler von 57 %, dass sie das täten. Wobei die Zustimmung der teilnehmenden AfWMitglieder
etwas höher lag.

„Der AfW sieht sich damit auch von der Mehrheit der Vermittler in seinem grundsätzlichen Bekenntnis
zum AVAD-Verfahren bestätigt.“ so Rechtsanwalt Norman Wirth, geschäftsführender
Vorstand des AfW.

Die zweite Frage zu diesem Thema wurde sehr viel eindeutiger beantwortet. Die Frage lautete
„Halten Sie es für sinnvoll und befürworten Sie es, wenn der betroffene Vermittler über negative
Eintragungen vorab nachweislich informiert werden muss?“ 95,7 % der Teilnehmer beantworteten
diese Frage mit „Ja“.

„Als Interessenvertreter der unabhängigen Vermittler, insbesondere der Makler, sehen wir dieses
klare Votum als weiterbestehenden Auftrag!“ kommentiert Norman Wirth.

Der AfW hatte 2008 einen Antrag auf Aufnahme in den AVAD e.V. gestellt.
Etwa ein Jahr später wurde dann dem Aufnahmeantrag stattgegeben. Bereits in der AVAD-Mitgliederversammlung
2010 hatte der AfW einen entsprechenden Antrag auf Änderung des AVAD-Verfahrens in der Mitgliederversammlung
gestellt.

Dieser wurde jedoch – auch mit den Stimmen anderer dort anwesenden Vermittlerverbände – abgelehnt.
„Auf Grund des klaren Auftrages werden wir einen entsprechenden Antrag auf Änderung des Verfahrens
erneut initiieren. Wir rufen die Vermittlerverbände und ihre Mitglieder, welche auch AVADMitglied
sind auf, gemeinsam mit uns die Vermittlerinteressen zu vertreten. Wir werden – wie schon
vorab im letzten Jahr – das Gespräch mit ihnen und ihre Unterstützung suchen.“ so Wirth ergänzend
weiter.

Nachfolgend der Antrag des AfW an die Mitgliederversammlung des AVAD e.V. im Jahr 2010
nebst Begründung, welcher abgelehnt wurde:

„Bevor eine negative Information zum Eintrag zu einem Vermittler bei der AVAD eingereicht
wird, ist der Vermittler nachweislich mindestens 14 Tage zuvor (Zugang) hierüber und über
den konkreten Inhalt zu informieren. Sollte der Nachweis über die Information des Vermittlers
der AVAD nicht vorgelegt werden, findet eine Eintragung nicht statt.“

Begründung:

Dem betroffenen Vermittler soll damit die Chance gegeben werden, auf eine beabsichtigte
negative Meldung (Saldo, Straftat, Verdacht einer Straftat, Wettbewerbsverstoß etc.) bereits
im Vorfeld reagieren zu können. Dies wäre möglich über einen Dialog zwischen Vermittler
und meldenden Unternehmen oder AVAD e.V. aber auch über einstweiligen Rechtsschutz.

Auch soll der vorgeschlagene Ablauf dazu dienen, den meldenden Unternehmen im Einzelfall
nochmals vor Augen zu führen, dass nur tatsächlich belastbare Meldungen vorzunehmen
sind, für welche sie ggf. auch vor einem Gericht einstehen können.

Zusätzliche Kosten entstehen den eintragenden Unternehmen eventuell durch den geforderten
Nachweis des Zugangs der Information beim Vermittler. In Frage kommt – wie im
sonstigen Rechtsverkehr üblich – eine Nachweisführung u. a. über Einschreibebrief oder
Faxprotokoll. In Relation zu der erheblich verbesserten Akzeptanz der Ausgestaltung des
AVAD-Verfahrens unter den Vermittlern und beim antragstellenden AfW und in Hinblick auf
die damit deutlich verbesserte Rechtsstellung der Vermittler, in deren Rechte mit jeder Eintragung
eingegriffen wird, sind die evtl. zusätzlichen Kosten sicherlich zu vernachlässigen.

AfW – Bundesverband Finanzdienstleistung e.V.

Der Berufsverband unabhängiger Finanzdienstleister. Circa 30.000 Versicherungs- und Kapitalanlagevermittler werden durch seine rund 1.800 Mitgliedsunternehmen repräsentiert. Der AfW ist gefragter Gesprächspartner der Politik im gesamten Bereich der Finanzdienstleistung. Sein Engagement ist Garant dafür, dass die Interessen der unabhängigen Finanzdienstleister in Politik, Wirtschaft und Presse wahrgenommen und berücksichtigt werden.